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  • AutorenbildSven Putfarken

MPV zu Fondsmanagergesprächen in London



Liebe Mandantinnen,

Liebe Mandanten,


Look both ways!

Diesen auch in Großbritannien eher seltenen Hinweis, entdeckten wir im März bei unserer Reise zu Fondsmanagergesprächen in London. Drei Tage lang haben wir uns mit Chefvolkswirten, Analysten und Fondsmanagern getroffen und ausgetauscht. Sie haben uns einen Einblick in ihre Strategien gegeben, so dass wir einen sehr direkten und persönlichen Eindruck gewinnen konnten. Es waren intensive Diskussionen, die für uns ein wichtiger Baustein für unsere Vermögensverwaltung sind. Wir wollen die Menschen hinter den Produkten kennenlernen und verstehen, wie sie „ticken“ und die Welt sehen.


Look both ways!

Im Linksverkehr auf Londons Straßen war das ein wertvoller Hinweis für uns Festlandeuropäer, um nicht – sprichwörtlich – „unter die Räder zu kommen“. Aber auch im übertragenen Sinn ist das eine Warnung, die man sich ab und zu in Erinnerung rufen sollte.


Nach einem schlechten Anlagejahr 2022, in dem fast alle Anlageklassen mit einem zweistelligen Minus abschlossen haben und insbesondere die Anleihemärkte durch schnell und stark steigende Zinsen von deutlichen Kursverlusten gebeutelt waren, schien der Jahresstart besonders im deutschen Leitindex DAX überaus erfreulich. Starke Arbeitsmarktzahlen, die Beruhigung der Rohstoffpreise und ein gewisser Gewöhnungseffekt hinsichtlich des Ukrainekrieges waren eine gute Ausgangslage das Anlagejahr 2023. Turbulent wurde es dann kurzzeitig, als klar wurde, dass Zinserhöhungen nicht nur gute Nachrichten sind. Die starken Kursverluste bei Anleihen in ihrem Bestand und gleichzeitig Kunden, die Liquidität in größerem Maße abzogen, zwangen kleinere Banken in den USA in die Knie.


Kurze Zeit später mussten Schweizer Aufsicht und Regierung die Credit Suisse (CS) auffangen, indem sie von der schweizerischen Großbank UBS übernommen wurde. In einem aktuellen Interview mit dem Handelsblatt sagte Martin Schlegel, Vizechef der Schweizerischen Nationalbank (SNB), nun, dass die CS ohne diese Übernahme sehr wahrscheinlich zahlungsunfähig geworden wäre und damit eine globale Finanzkrise mit erheblichen Risiken für das schweizerische Finanzsystem entstanden wäre.


Große Verlierer des Deals sind Anleger in ganz speziellen Anleihen der CS, die in diesem Zuge für wertlos erklärt wurden, statt sie in Aktien umzuwandeln. Diese Änderung der Anleihebedingungen im Handumdrehen ist ein bisher einmaliger Vorgang und hat das Vertrauen in den Finanzplatz Schweiz unter Großinvestoren nachhaltig gestört. Auch auf unserer Reise nach London wurde uns das von Fondsmanagern kopfschüttelnd berichtet. Wir sind froh, dass unsere Vermögensverwaltungsstrategien nicht in diesen Anleihen investiert waren!


„Look both ways“ gilt deshalb aber auch für die Zentralbanken, die durch Zinserhöhungen versuchen, die Inflation zu drücken und dabei möglichst die Wirtschaft nicht in eine Rezession treiben sollten und mit den steigenden Zinsen Banken ins Wanken bringen könnten.


Fazit:

Trotz hoher Inflation und wirtschaftspolitischer Risiken stehen unsere Risikoampeln weiter auf grün. Wir bereiten unsere Vermögensverwaltungsstrategien aber darauf vor, dass es zu einer Rezession kommen könnte und richten die Depots entsprechend aus. Oder, um im Bild unserer Vierlandenstrategie zu sprechen: wir setzen die Segel, aber wir wissen, wie wichtig Deiche sind.


Wenn Sie die Vierlandenstrategie noch nicht kennen, sich aber nicht ständig selbst um Ihre Anlagen kümmern möchten, sprechen Sie uns an.


Wir nehmen Sie gerne mit auf die Reise!


Mit den besten Grüßen aus Hamburg-Bergedorf


Dorothee Drögemüller

Direktorin Finanzplanung und Anlagestrategien


Certified European Financial Analyst (CEFA)

Certified Financial Planner (CFP)

Certified Foundation and Estate Planner (CFEP)

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